Deutschland und die NATO

Veröffentlicht am 15.08.2021 in Bundestag

Ein Leserbrief von SPD Mitglied Hubertus Schwerk

Betr. SZ vom 14./15. August 21

Geehrte Frau Klemenz!

Vorab Grundsätzliches. Der bisher 20-jährige Krieg in (gegen?) Afghanistan wurde aufgrund des von den USA gegenüber den NATO- Partnern ausgerufenen sog. Bündnisfall nach dem Flugzeugangriff auf die Hochhäuser "World Trade" in New York am 11.09.2001 ausgelöst. Die Beteiligung Deutschlands wurde erst durch die Vertrauensfrage von Kanzler Schröder die mit Hilfe von CDU/CSU und FDP ins Leere ging, als "Akt der Solidarität" möglich. Viele Jahre wurde das Wort "Krieg in Afghanistan" in der Politik vermieden. Erst mit Verteidigungsminister von Guttenberg wurde es üblicher Sprachgebrauch. Das Kriegsziel bzw. eine Exitstrategie wurde von der NATO bis heute nicht formuliert. Den Deutschen wurde immer wieder eingeredet, es ginge darum, Afghanistan zu befreien, Frauenrechte einzuführen, Brunnen zu bauen usw. Dass es der Angriff auf die Vereinigten Staaten, die um Beistand  gegen eine Terrorgruppe (al-Qaida),  gebeten hatten, war, blieb hinter den Friedens- und Freiheitsgründen gern zurück.

Glauben Sie, dass bei offener Diskussion in Deutschland eine Mehrheit bereit dazu gewesen wäre, das Leben unserer Soldatinnen und Soldaten weit von hier einzusetzen, damit afghanische Mädchen zur Schule gehen dürfen? Es sind, wie sie schreiben "mehr als 3.500 Soldaten der NATO, ihre Angehörigen, Menschen, die daran geglaubt hatten, ihr Leben für etwas Sinnvolles ...zu riskieren". Ihr Satz dass "die vergangenen 20 Jahre für viele Afghanen die sicherste und friedlichste Ära gewesen waren" ist eine bewusste Lüge! Es waren eben  n i c h t  die oben genannten 3.500 Soldaten, sondern zichtausende von unschuldigen Zivilisten, Männern, Frauen und Kinder!

Statt zu schreiben, dass wir als Folge daraus nun mit hundertausenden von Flüchtlingen nach Deutschland zu rechnen haben, machen sie den Vorschlag, man solle nun die Ströme nach Kabul, der Türkei und Indien umleiten! Sie wissen, dass genau diese Fluchtbewegungen vor allem Deutschland ins Haus stehen!

Endlich muss uns klar werden, dass die Mitgliedschaft in der NATO und die Abhängigkeit von den USA uns nicht Sicherheit und Frieden, sondern bisher nur Krieg und Mitverantwortung an unerklärten Kriegen eingebracht haben! Wir haben jetzt unsere Mitverantwortung nicht hinter Krokodils Tränen für das arme Volk zu verbergen!

Mit freundlichen Grüßen

Hubertus Schwerk, Bautzen per EMail

 
 

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